Rampenlichter 2019 – Bloggerin Sophie zur Kunstaktion „bunt bewegt“

Die Kunstaktion: „bunt bewegt“

Seit mehreren Jahren engagiert sich Spielen in der Stadt an Münchner Gemeinschaftsunterkünften und initiiert regelmäßige Kunst-, Spiel-, Tanz, und Musikangebote mit und für geflüchtete Kinder und Jugendliche vor Ort. Seit drei Jahren ist der Verein regelmäßig zu Gast an einer Kooperationsunterkunft in München. Eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 13 treffen sich dort seit einigen Wochen, um gemeinsam zu tanzen und Theater zu spielen. Bei Rampenlichter gaben sie am Samstag den 6. Juli 2019 einer anderen Gruppe einen kleinen Einblick in ihre kreative Arbeit.

Das begleitende ArtExchange Programm von Rampenlichter 2019 gibt ihnen außerdem hier auf dem Kreativquartier die Möglichkeit, künstlerisch mit anderen aktiv zu werden.

Ein Raum.
Weiße Anzüge.
Weiße Wände.
Farbe.
Bunte Farbe.

Was mir zu Beginn dieses Kunstprojektes auffiel ist, dass jeder anfänglich sehr verhalten und ruhig in diesem Zelt stand. Es fielen zwischen den Teilnehmenden nur Blicke. Positive, neugierige aber vor allem motivierte Blicke, die es kaum erwarten konnten, den Raum zu gestalten.

Als die Jüngste in der Runde nach vorne geht, ihre Hände in den Farbtopf tunkt und diese langsam über die Wände streicht, fallen die Hemmungen der anderen.
Mit dem Einsetzen der Musik bewegen sich alle frei durch den Raum! Keine Gebundenheit oder Zwänge die die Bewegung einschränken. Jeder so wie er sich fühlt. Egal ob gleiche Gruppe, Menschen die man kennt, noch nicht kennt, auftretende Künstler oder Menschen, die zufällig über das Festival laufen und dazu kommen, alle vermischen sich zu einem bunten Haufen.
Die Berührungsängste zwischen den Teilnehmenden fallen. Immer mehr bunte Bemalungen zieren den Körper! Der Körper, der die bunte Farbe trägt bewegt sich zur Musik. Und die Bewegungen spiegeln sich, als bunte Farbspritzer an den weißen Wänden wieder.
Es ist, wie als würde man einem Kind Filzstifte in die Hände drücken und sagen: „Du darfst bemalen was du willst!!“
Der Altersunterschied, der sich oft in den Bewegungen bemerkbar macht, verschwindet. Jeder bewegt sich wie er mag und lässt sich durch „alt“ und „jung“ inspirieren und anstecken. Der vorher noch weiße Raum ist nicht mehr zu erkennen. Es entsteht ein „knallbunter“ Raum der nur beim Ansehen glücklich macht.

Was würde passieren wenn Hemmungen, Berührungsängste, oder auch die Angst vor falschen Worten auch im Alltag keine Rolle spielen würden?

Sophie

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