Rampenlichter 2019 – Sophies Gedanken zur Vielfalt der Stücke

„Wir nehmen wahr was ist.“ Lautet der erste Satz des Rampenlichter Programmheftes 2019. Und auch wenn wir bei jeder Vorstellung etwas wahrnehmen, ist es an keinem Abend das Gleiche.

Gefühle, Bewegungen, Inspirationen, Meinungen, Weltansichten.

Begriffe, die in uns etwas auslösen und für uns während einer Vorstellung essentiell sind. Sowie unsere Seele, auch wenn wir still im Publikum sitzen, bewegen.

Wenn ich zum Zuschauer werde und die Bühnensituation betrachte, lass ich mich in dieser Zeit automatisch von den Künstlern treiben und auch wenn ich mir bis jetzt jede Aufführung angeschaut habe, kommt für mich nie ein Gefühl von Eintönigkeit auf.

Beispielsweise standen vor einigen Tagen, Tänzerinnen mit verbundenen Augen auf der Bühne. Verzicht auf einen Sinn. Sie versuchten sich tänzerisch „blind“, auf der Bühne zu finden und obwohl sie sich nicht sehen konnten, schafften sie es, sich in der Mitte der Bühne zu treffen. Diese Szene war für mich sehr bewegend, denn genau in diesem Berührungsmoment fühlte und spürte man ihre Erleichterung.

Eine andere Gruppe beschreibt in ihrer ersten Szene, die „Morgenroutine“ jedes einzelnen. Aber nicht als normale Geschichte sondern mit knallharten Statements, Wiederholungen und Übertreibungen, sodass man sich selbst hinterfrägt ob das alles so „richtig“ ist. Eine andere Produktion hat so wundervolle und schöne Momente in denen man sich verlieren kann und vielleicht auch einmal nicht denken muss.

Genau weil Musik, Bühnenbilder, Themen, sowie Outfits so unterschiedlich inszeniert werden, vergisst man als Zuschauer glatt, dass man die Vorstellung immer in dem gleichen Bühnenraum betrachtet. Jedes Mal wird etwas anderes in Szene gesetzt, sodass sich der Fokus immer wieder auf etwas anderes konzentriert.

Mich begeistert es, dass die auftretenden Künstler es schaffen, das Publikum jeden Abend in verschiedene Bereiche der Wahrnehmung zu ziehen, die Zuschauer begeistern und somit zum diskutieren anregen.

Sophie

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