Rückblick Rampenlichter 2021

Es scheint unfassbar, aber schon wieder ist ein Rampenlichter-Festival zu Ende gegangen. Es ist ein kleines Wunder, dass dieses Rampenlichter Festival 2021 stattgefunden hat, musste es doch sehr schwierige Hürden nehmen und ganz speziellen Widrigkeiten trotzen.

Die Sprache ist natürlich von der Corona-Pandemie.

Nach über einem Jahr voller Unsicherheiten und sich immer wieder ändernder Einschränkungen im Zusammenhang damit, startete Rampenlichter 2021 dennoch in der zweiten Juliwoche, wie gewohnt. Dies möglich zu machen, erforderte viel Gelassenheit, Geduld und Ausdauer von allen an der Planung Beteiligten. Hygienekonzepte, Maskenpflicht, beschränkte Teilnehmer:innen- und Zuschauer:innen-Zahlen in geschlossenen Räumen – dies alles versprach eine ungewöhnliche 12. Version des Festivals. Doch wie so oft galt auch hier: Not macht erfinderisch und eröffnet bisweilen ganz neue Ideen und Horizonte, die vorher so nicht gedacht wurden.

„Um 2 Uhr nochmal Kaffee“ – Probenaufnahme – © Marco C. Baar

Aufgrund der erwähnten, stark beschränkten Zahl von Zuschauer:innen in den Theatervorstellungen selbst, war eine Alternative notwendig und so waren auf einen Schlag gleich zwei neue Formate des diesjährigen Festivals geboren: Der Livestream als Streamingangebot aller vor Ort stattfindenden Darbietungen und das Digital-Programm, dessen Inhalte über die zwei Festivalwochen verteilt sogar nur in digitaler Form verfügbar waren. Dies ermöglichte es zum einen, noch mehr grandiose Produktionen zu zeigen als jemals zuvor, und zum anderen, der „Corona-Entwicklung“ – nennen wir sie so – in Theaterhäusern und Tanzcompagnien im ganzen Land, Formate aufgrund der Ausgehbeschränkungen und dementsprechend ausfallender Vorstellungen als digitale Produktionen zu adaptieren, Rechnung zu tragen. Das Rampenlichter Digital-Programm bot für 8 dementsprechenden Inszenierungen die perfekte Plattform.

„Zucht – Neue Zeiten brauchen neue Körper“ – © Marco C. Baar

Natürlich war aber auch vor Ort, auf dem Festivalgelände im Kreativquartier und in der Zeltstadt am Ackermannbogen, so einiges los: Neben dem klassischen Abendprogramm mit insgesamt 17 Aufführungen aus 11 verschiedenen Inszenierungen, gab es ein umfangreiches ArtExchange-Programm, im Rahmen dessen die darstellenden Künstler und Künstlerinnen sich gegenseitig 7 Workshops gaben, 9 Workshops von Profis erhielten oder sich in verschiedenen Formaten, wie Debatten mit anderen anwesenden Darsteller:innen, „Digital Meets and Greets“ mit den Gruppen des Digital-Programms oder in Publikumsgesprächen direkt nach ihren Vorstellungen mit den Zuschauer:innen, insgesamt 36-mal über die Inhalte ihrer Inszenierungen und mehr austauschten.

Außerdem gelang erneut die Umsetzung eines interessanten und inspirierenden Programms für Schüler:innen, das den Besuch von 18 speziellen Schüler:innen-Aufführungen für Schulklassen aus 12 Inszenierungen sowie die Teilnahme an dazu passenden Workshops – insgesamt ganze 35 Stück – oder sogar an einer der Schulprojektwochen mit 28 verschiedenen, speziell dafür konzipierten Aktivitäten ermöglichte.

Tanz. Die. Invasion! beim Rampenlichter Festival 2021 – © Marco C. Baar

Auch für Jugendliche und junge Erwachsene war mit den SUN Days ein spezielles Programm an den Festivalwochenenden mit fünf Theatervorstellungen und 16 Workshops geboten, das von anderen Pop-ups von Spielen in der Stadt wie dem ArtMobil oder Tanz. Die. Invasion! vielseitig ergänzt wurde.

Alles in allem gelang trotz aller Herausforderungen auch 2021 ein großartiges Festival mit überraschenden, lebendigen, manchmal sogar atemberaubenden, aber auch ergreifenden, zum Nachdenken anregenden oder sogar zu Tränen rührenden Momenten. Die Vielfalt des Festivals zeigte sich dabei in insgesamt 204 verschiedenen Aktivitäten.

„Stück04“ – © Marco C. Baar

Wir möchten uns bei allen Mitwirkenden, ob Workshopleiter:in, Mitarbeiter:in im Catering, in der Technik, im Social-Media-Team, im Schüler:innen- oder ArtExchange-Programm, bei allen teilnehmenden Gruppen und deren Leitungen, bei allen Zuschauerinnen und Zuschauern und allen Schulklassen und deren Lehrkräften dafür bedanken, dass sie zusammen mit uns dieses Festival mit Leben erfüllt und gegen alle Widerstände umgesetzt haben. Danke auch an das Theater schwere Reiter, das in diesem Jahr ein letztes Mal Aufführungsort für alle Inszenierungen auf dem Festival war, für die vielen Jahre guter Zusammenarbeit. Schließlich möchten wir uns natürlich auch bei all unseren Unterstützern, Förderern und Sponsoren auf’s Herzlichste bedanken.

Auf ein Wiedersehen im Juli 2023 zur 13. Ausgabe des Rampenlichter Festivals!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s