Rampenlichter 2019 – Blogger Daniele zum Thema Inklusion

Da ich vor zwei Jahren zum ersten Mal bei Rampenlichter war und mit meinem damaligen Projekt „münchen für alle“ einen Inklusions Check gemacht habe, kam ich im vergangenem Jahr mit Alexander Wenzlik (Festivalleitung) ins Gespräch um in einer Inklusions-Gruppe mitzumachen.

Daher wurde ich auf dieses Festival aufmerksam und werde es nun verfolgen um meine Eindrücke mit euch teilen zu können.

Während des Festivals bin ich in die verschiedensten Aufführungen gegangen und habe sie auf Inklusivität geprüft. Die meisten Stücke abends hatten zum Beispiel viele Strobolichter.

Dies fiel mir auf weil ich einige Freunde habe, die an Epilepsie leiden.

Zum Beispiel sind flackernde Lichter für Epileptiker nicht gut. Die Wahrscheinlichkeit eines epileptischen Anfalls kann dadurch rapide steigen. Zudem kann jede Person auch aus dem Nichts einen epileptischen Anfall bekommen und einige Autisten reagieren auf verschiedene Lichter aggressiv. Wenn man bei diesen Aufführungen das ausschildern könnte, würde es weniger Probleme mit sich bringen.

Nach den verschiedenen Aufführungen habe ich mit den einzelnen Gruppen geredet. Was mir dadurch aufgefallen ist, ist dass die Gruppen an das Thema Inklusion denken, es aber schwierig finden, alles zu berücksichtigen. Und einige meinten, dass sie nicht an das Thema Inklusion denken weil sie in ihrer Gruppe damit nicht in Verbindung kommen.

Ich hoffe dass durch diesen Beitrag mehrere Menschen zum Nachdenken angeregt werden und dass sie vielleicht mit einem anderen Blickwinkel die Aufführungen betrachten.

Denn schlussendlich sind wir alle Menschen auch wenn wir kleine Macken haben.

Daniele

Rampenlichter 2019 – Bloggerin Sophie zur Kunstaktion „bunt bewegt“

Die Kunstaktion: „bunt bewegt“

Seit mehreren Jahren engagiert sich Spielen in der Stadt an Münchner Gemeinschaftsunterkünften und initiiert regelmäßige Kunst-, Spiel-, Tanz, und Musikangebote mit und für geflüchtete Kinder und Jugendliche vor Ort. Seit drei Jahren ist der Verein regelmäßig zu Gast an einer Kooperationsunterkunft in München. Eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 13 treffen sich dort seit einigen Wochen, um gemeinsam zu tanzen und Theater zu spielen. Bei Rampenlichter gaben sie am Samstag den 6. Juli 2019 einer anderen Gruppe einen kleinen Einblick in ihre kreative Arbeit.

Das begleitende ArtExchange Programm von Rampenlichter 2019 gibt ihnen außerdem hier auf dem Kreativquartier die Möglichkeit, künstlerisch mit anderen aktiv zu werden.

Ein Raum.
Weiße Anzüge.
Weiße Wände.
Farbe.
Bunte Farbe.

Was mir zu Beginn dieses Kunstprojektes auffiel ist, dass jeder anfänglich sehr verhalten und ruhig in diesem Zelt stand. Es fielen zwischen den Teilnehmenden nur Blicke. Positive, neugierige aber vor allem motivierte Blicke, die es kaum erwarten konnten, den Raum zu gestalten.

Als die Jüngste in der Runde nach vorne geht, ihre Hände in den Farbtopf tunkt und diese langsam über die Wände streicht, fallen die Hemmungen der anderen.
Mit dem Einsetzen der Musik bewegen sich alle frei durch den Raum! Keine Gebundenheit oder Zwänge die die Bewegung einschränken. Jeder so wie er sich fühlt. Egal ob gleiche Gruppe, Menschen die man kennt, noch nicht kennt, auftretende Künstler oder Menschen, die zufällig über das Festival laufen und dazu kommen, alle vermischen sich zu einem bunten Haufen.
Die Berührungsängste zwischen den Teilnehmenden fallen. Immer mehr bunte Bemalungen zieren den Körper! Der Körper, der die bunte Farbe trägt bewegt sich zur Musik. Und die Bewegungen spiegeln sich, als bunte Farbspritzer an den weißen Wänden wieder.
Es ist, wie als würde man einem Kind Filzstifte in die Hände drücken und sagen: „Du darfst bemalen was du willst!!“
Der Altersunterschied, der sich oft in den Bewegungen bemerkbar macht, verschwindet. Jeder bewegt sich wie er mag und lässt sich durch „alt“ und „jung“ inspirieren und anstecken. Der vorher noch weiße Raum ist nicht mehr zu erkennen. Es entsteht ein „knallbunter“ Raum der nur beim Ansehen glücklich macht.

Was würde passieren wenn Hemmungen, Berührungsängste, oder auch die Angst vor falschen Worten auch im Alltag keine Rolle spielen würden?

Sophie

Rampenlichter 2019 – Bloggerin Sophie zum Stück „Digital Natives“

Hey Generation Smartphone, Generation Z, Generation Wischtechnik,

ist es eigentlich sinnvoll dass jeder von uns ein Smartphone besitzt? Dass jeder Tag für Tag seine Nachrichten checkt? Ob Instagram, Facebook, WhatsApp, Snapchat, oder Blogeinträge verfolgen, eigentlich sind wir doch immer „online“.

Und seien wir mal ehrlich zu uns selbst: das was wir liken, kommentieren und weiterswipen ist nicht lebensnotwendig, oder doch?

Es erleichtert schon vieles dieses kleine viereckige Gerät welches wir jede Sekunde mit uns schleppen nicht wahr? Aber klaut es uns nicht dadurch wichtige reelle Lebenszeit?

Und was davon ist wirklich praktisch und was eignen wir uns automatisch an weil es einfach einfacher ist?

Braucht man wirklich ein neues Handy wenn ein neues auf dem Markt ist? Oder werden wir nur durch die Gesellschaft „getriggert“?

Gestern Abend eröffnete das „KRESCHstadtjugendtheater 1, Krefeld“ im Rahmen des diesjährigen „Tanz und Theater Festival Rampenlichter“ das Festival.

21 Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren stehen auf der Bühne und zeigen sich als die „digital natives – digitale Ureinwohner“. Sie beschäftigen sich mit genau diesen Fragen und präsentieren ihre Generation: eben die „Generation Z, Generation Smartphone, Generation Wischtechnik“.

Die Inszenierung zeigt in vielen Szenen humorvoll, lustig dargestellte, alltägliche oder auch Konflikt Situationen zwischen den verschieden Generationen in Bezug auf die Internetwelt. Ich persönlich habe mich in dieser Präsentation oft wieder gefunden und musste an der ein oder anderen Stelle lauthals lachen. Es ist einfach zu komisch wenn man die gleiche Diskussion die man jedes mal mit seiner Oma führen muss, was genau ein Handy für Vorteile hat, auf der Bühne sieht. Ein sehr modernes, bewegendes Stück in dem die Schauspieler jede Situation gekonnt ausspielen, das Publikum mit unter schocken, und zum nachdenken sowie zum Lachen bringen.

Durch die starke Bühnenpräsens der Schauspieler haben die Teilnehmer es großartig geschafft die Zuschauer tief zu berühren.

Sophie

Rampenlichter 2019 – die Gruppen stellen sich vor

… heute: Staatstheater Mainz / Theaterclub zeitraum in Kooperation mit dem Evangelischen Stadtjugendpfarramt der Stadt Mainz

Der Theaterclub zeitraum, der am Staatstheater Mainz angesiedelt ist, setzt sich aus Mitgliedern im Alter von 10 bis 85 Jahren zusammen und wartet mit einer dementsprechend großen Bandbreite von Weltanschauungen auf, die sich aus unterschiedlichsten Lebenserfahrungen speisen und auch ein Stück weit vom jeweiligen Zeitgeist geprägt sind, in dem oder entlang dessen sie reiften. Aus dieser bunten Mischung heraus entstand von September 2017 bis Mai 2018 in wöchentlichen Treffen das Stück „Über uns“, in dem die SchauspielerInnen darstellen, woher sie kommen, wohin sie gehen, und besonders darauf eingehen, woran sie glauben. Sie loten aus, inwieweit Glaube sich darauf auswirkt, wie Menschen einander sehen, hinterfragen die eigene Identität und deren Entstehungsgeschichte und forschen nach den Grenzen des gegenseitigen Verstehens, aber auch nach Gemeinsamkeiten, die über alle Unterschiede hinweg gelten. Diese intensive Auseinandersetzung mit Biographien, dem Glauben, Unterschieden und Gemeinsamkeiten bringt sie über den Probenzeitraum hinweg einander näher, als sie vielleicht vorher für möglich gehalten hätten, und mit ihrer Inszenierung geben sie den Zuschauern die besondere Gelegenheit, ihre tiefgründigen Reflexionen und Erkenntnisse zu teilen und vielleicht selbst den ein oder anderen Einblick zu gewinnen.

Inszenierung: Katrin Maiwald und Jacqueline Rudolf
Ausstattung: Sylvie Berndt
Licht: Jürgen Sippert
Dramaturgische Mitarbeit: Marga Kadel
Hospitanz: Hanna Lena Hohmann

von und mit:
Anina Abuwarda, Marita Boos-Waidosch, Olida Celik/Gizem Kurt, Sahide Cingoez, Finn Engling/Semanur Cingöz, Julius Ferber, Mathias Fritzinger/Sara Bursac, Anita Haunstetter, Jakob Huf, Luisa Jung, Irem Kurt, Astrid Liedtke, Estefanos Naser, Asude Özhan/Gizem Kurt
Nicht auf der Bühne, aber im Video zu sehen und am Text beteiligt war: Afet Fatizada

 

Zu den Websites des Staatstheater Mainz und des Evangelischen Stadtjugendpfarramts der Stadt Mainz

Rampenlichter 2019 – die Gruppen stellen sich vor

… heute: Theatergruppe der Evangelischen Jugend München

Die Theatergruppe der Evangelischen Jugend München besteht seit 2017 und gründete sich durch das Zusammenkommen junger kulturinteressierter Mitglieder mit der Lust auf Theater.
Nach einer Phase der Annäherung an dieses große Gebiet und des Sich-Ausprobierens, wählte die Gruppe selbstständig das Stück „Hysterikon“ von Ingrid Lausund und setzte es, begleitet von zwei TheaterpädagogInnen, um.
In dem satirischen Werk treffen unterschiedliche Charaktere mit ihren Bedürfnissen und Sehnsüchten in einem Supermarkt des Lebens aufeinander, der neben den üblichen Waren auch alles Immaterielle und Abstrakte führt, was wir Menschen uns im Verlauf unseres Lebens so wünschen (oder auch nicht): Neben Obst und Gemüse stehen auch Träume und Ehrlichkeit zum Verkauf. Zwischen Drogerieartikeln und Gebäckwaren dürfen Weltfrieden, Intrigen, Verrat und natürlich die große Liebe nicht fehlen. Die Joghurt-Auswahl wird zur Sinnkrise und selbstverständlich gilt, wie in jedem Supermarkt, die Devise „quid pro quo“ – Geld für Ware, denn umsonst ist nichts. Aber dafür gibt es schließlich die Life Card. Die engagierte Umsetzung von Lausunds Idee durch die Theatergruppe der EJM führt uns mitten in den ganz alltäglichen Wahnsinn von menschlichen Gefühlen, Bedürfnissen und Begegnungen.

Projektleitung: Judith Amend-Knaub
Regie: Marcel Sturm und Judith Amend-Knaub
Künstlerische Leitung: Marcel Sturm / Judith Amend-Knaub

Auftretende Künstler*innen: Andra Eisenmayer, Felix Rein, Nepomuk Meyer, Lucia Lichtblau, Maria Heid, Pia Hablizel, Felix Hechtel, Theresa Braun, Clara Hofmann

 

Zur Website der Evangelischen Jugend München

Rampenlichter 2019 – die Gruppen stellen sich vor

… heute: Umweltclub der Integrativen Montessorischule an der Balanstraße, München

Die Protagonisten in „3 vor 12. Ein kleines Stück Umwelt“ sind die 7 – 13-jährigen Schüler der Integrativen Montessorischule an der Balanstraße, die sich im Umweltclub der Schule mit Klimaveränderung, Umweltverschmutzung und anderen Umwelt-Themen auseinandersetzen.
Ausgehend von Kästners „Konferenz der Tiere“ und der Rede der damals 12-jährigen Severn Cullis-Suzuki bei der UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung, 1992 in Rio de Janeiro, entwickelten die jungen Umweltakti-vistInnen ein Stück, das sich mit der Klimafrage auseinandersetzt. Das Thema könnte nicht aktueller sein.
Während die Tiere in der Savanne zu einer Krisensitzung zusammen-kommen und sich auf den Weg zur weit entfernten Weltklimakonferenz nach München machen, weil ihnen Lebensgrundlagen und -raum vom Menschen genommen werden und sie das nicht weiter hinnehmen wollen, kommen auch zwei Kinder zu dem Schluss, dass die Dinge nicht so bleiben können, wie sie sind. Die beiden kleinen Umweltaktivistinnen sind sich einig, dass etwas getan werden muss, dass es gilt ignorante Mitmenschen wachzurütteln und, dass nicht mehr allzu viel Zeit dazu bleibt, die (Um-)Welt zu retten. Es ist 3 vor 12 – höchste Zeit und jeder kann etwas tun! Worte allein reichen nicht aus! Jetzt gilt es nur, sich Gehör zu verschaffen…

Projektleitung: Christine Fink, Lisa Neuhold
Bühnenbild: Gert Venzky zusammen mit dem Umwelt Club
Licht: Rochus Jung
Assistenz: Sonja Milos

Auftretende Schauspieler*innen: Jette Cardinal, Pia Gartmann, Carlotta Holz, Theo Kaltenhauser, Carla Maier, Annapaula Nollert, Ginamaria Nollert, Marie Schädler, Miriam Schories, Ava Springer, Sarafina Winter

 

Zur Website der Integrativen Montessorischule an der Balanstraße, München

Rampenlichter 2019 – die Gruppen stellen sich vor

… heute: die School of Life and Dance (SoLD) vom Theater Freiburg

Die School of Life and Dance ist ein Projekt des Jungen Theaters Freiburg und umfasst mehrere Gruppen unterschiedlichen Alters. Bei den Mitgliedern handelt es sich um nicht-professionelle TänzerInnen – SchülerInnen, StudentInnen, Arbeitende, RentnerInnen – die ihrer Leidenschaft, dem Tanzen, in vier Proben pro Woche unter der Leitung der Choreographen Graham Smith und Maria Pires nachgehen.
Für „Le Sacre du Printemps“ arbeiteten drei der Gruppen generations-übergreifend sechs Monate lang zusammen und die Kreativität des Inhalts und der tänzerischen Umsetzung als Neuinterpretation von Strawinskys Werk speist sich nicht zuletzt aus der Unterschiedlich- und Vielschichtigkeit seiner TänzerInnen.
Inhaltlich setzt sich das Tanztheater mit den möglichen dunklen Aspekten der Zukunft der jungen Menschen von heute auseinander, die ihre Anfänge bereits im Hier und Jetzt genommen haben und deren erste Auswirkungen bereits spürbar sind – Krieg, Klimawandel, Mangel an Ressourcen etc. – und thematisiert zugleich die diesen Visionen gegenüberstehenden Bedürfnisse der Millenials nach Sicherheit, Beständigkeit, aber auch Freiheit. In diesem Spannungsfeld stellen sich Fragen danach, welchen Anteil die älteren Generationen an diesen Entwicklungen haben und ob und wie es den jungen Menschen, den Kindern und Jugendlichen von heute, gelingen kann, das Ruder herumzureißen. Zentraler Aspekt dieser Fragestellung sind die Opfer, die gebracht werden müssen, damit eine gute und sichere Zukunft möglich wird.

Künstlerische Leitung und Choreographie: Graham Smith;
Choreographische Assistenz: Maria Pires;
Bühne und Kostüme: Viva Schudt;
Dramaturgie: Oliwia Hälterlein;
Licht: Michael Philipp;
FSJlerin: Aina Nambena;

Mit: Aaron Schurr, Emma Baumann, Emma Sanne, Hannah Lea Hasenfuss, Helena Radeke, Jakob Michelangeli, Jonah Dimroth, Paula Stejke, Simao Smith, Yael Cremonesi, Amelie Knözinger, Jana Kindle, Lilli Sanne, Lisa Klingelhöfer, Lisa Thoms, Noemi Kriener, Pauline Michel, Pauline Sprang, Sara Naegle, Tim Winter, Rosalie Schönherr, Annabelle Loewe, Angélique Lebrun, Brigitte Hügle, Heidi Mönnich Marks, Hilde Schonder, Ingrid Wangler, Margot Olschewski, Maria Pires, Melanie Wenz, Michael Kiefer-Berkmann, Michaela Strohmeier, Miejef Callens, Sabine Pohle, Uta Hempelmann, Vera Foerschner,Sotowic, Jonathan Tillmann

 

Zu den Websites des Theaters Freiburg und der School of Life and Dance (SoLD)